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Wasser ist für Pflanzen, Tiere und Menschen lebensnotwendig.
Schon kleine Gartenteiche bieten zahlreichen Insekten, Fröschen und Weichtieren ein
willkommenes Zuhause. Die richtige Bepflanzung eines Kleingewässers kann für Tiere
Schutz, Nahrung und Unterschlupf sein. Die Pflanzen tragen zudem zu einer besseren
Wasserqualität bei.
Diese Unterrichtseinheit bietet die Gelegenheit, die Lebensgemeinschaft
"Teich" kennen zu lernen. Dass einige Insektenlarven im Wasser
"geboren" werden und sich dort eine ganze Zeit ihres Lebens aufhalten, ist
ebenso überraschend wie die Tatsache, dass z.B. Mückenlarven, die im Wasser leben noch
nicht stechen. Sie müssen natürlich auch unter Wasser atmen können und bilden daher die
unterschiedlichsten Atmungsorgane wie z.B. Kiemen aus. Diese Tiere ernähren sich auch auf
verschiedene Art und Weise von Algen, pflanzlichen und tierischen Resten. Einige
zerkleinern größere Pflanzenreste, andere weiden Algenaufwuchs ab, wieder andere
ernähren sich von Pflanzenresten, die sich im Sediment - also im Schlamm - befinden.
Einige Käfer und Wasserwanzen haben die Fähigkeit, über das Wasser zu laufen, sie sind
Räuber, die auf kleinere Tiere Jagd machen. Dass das Teichleben eine eng verknüpfte
Gemeinschaft von Jägern, die "fressen" und Gejagten, die gefressen
werden" ist kann angeschnitten werden.
Beispiel für den Unterrichtsverlauf:
Zuerst betrachten die Kinder die Pflanzen und Vögel, die am
Wasserschulgarten vorkommen, etwas genauer. Auf die Bedeutung insbesondere
der Pflanzen wird eingegangen.
Anhand eines praktischen Versuches, in den die Kinder selbst mit
eingebunden werden, wird die Mischbarkeit von Öl und Teichwasser
untersucht. Die Konsequenzen einer derartigen Verschmutzung werden anhand
der Wasservögel besprochen. Mit Hilfe eines weiteren Versuches wird den
Schülern das Phänomen des "Wasserhäutchens" demonstriert und
die Bedeutung für bestimmte Tierarten (z.B. Wasserläufer) erläutert.
Im Anschluss teilen sich die Kinder in zwei Gruppen auf. Die eine
Gruppe fängt mit einem feinen Planktonnetz mikroskopisch kleine Lebewesen
aus dem freien Wasser (z.B. Algen und Wasserflöhe) und bestaunt die
Ergebnisse in Becherlupen. Die andere Gruppe sammelt Tiere am Ufer des
Steges. Die Tiere werden in Gläser mit Teichwasser umgesetzt, damit sie
betrachtet werden können. Die Gruppen bestimmen dann gemeinsam anhand
mehrerer Tafeln die Tiere, die sie erkennen können und weisen sie den
verschiedenen Wasserqualitäten zu.
Die Lebensweise einiger gefangenen Tiere wird erklärt und auf
Besonderheiten eingegangen. Wenn z.B. Schnecken gefangen werden, kann die
Raspelzunge erläutert werden. Schließlich werden die Tiere wieder
vorsichtig in Wasser zurückgegeben.
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