Der Wasserschulgarten II

Empfehlung [Jahrgangsstufen 7 - 10]

 

Der Wasserschulgarten ist ein Teich, der über einen permanenten Zulauf mit Wasser aus dem Brückenkopf-Weiher versorgt wird. Am Zulauf wurde ein Schilfgürtel gepflanzt, um Schwebstoffe, Nitrat und Phosphat zu reduzieren. Schilf belüftet zudem das Sediment und versorgt so die im Abbau beteiligten Mikroorganismen mit Sauerstoff.

Die Güte eines Gewässers hängt ganz entscheidend von der Bepflanzung ab. Die Wasserqualität kann mittels verschiedener Methoden bestimmt werden: anhand biologischer und ergänzend mit Hilfe chemischer Parameter. Einige Tierarten haben unterschiedliche Ansprüche an die Wasserqualität. Daher lassen sich von den Arten, die im Gewässer vorkommen, Rückschlüsse auf die Wassergüte ziehen. Die Wasserqualität ist schlecht, wenn man massenhaft Wasserasseln, rote Zuckmückenlarven oder den rotbraunen Schlammröhrenwurm (Tubifex) findet. Tubifex fühlt sich sogar im Hamburger Hafen wohl. Dagegen sprechen einige Arten von Eintagsfliegen und Flohkrebsen für eine gute Wasserqualität.

Wasserpflanzen können ebenfalls als "Zeigerorganismen" dienen. Eine geringfügige Erhöhung der Nährstoffkonzentration kann dazu führen,  dass einige Arten absterben und anderen Pflanzenarten Platz machen.  Nährstoffarme Gewässer haben eine typische Flora, die z.B. die Wasserlobelie und das Brachsenkraut umfasst. Schon bei einer geringen Erhöhung der im Wasser gelösten Nährstoffe werden diese Pflanzen z.B. von Laichkräutern oder Wasserlinsen verdrängt. Steigt die Nährstoffbelastung weiter an, so verschwinden alle untergetauchten Wasserpflanzen. Bei einer Überbelastung kann es zu den so genannten "Algenblüten" kommen, wobei die beteiligten Blaualgen giftige Substanzen in das Wasser abgeben und damit den Pflanzen und Tieren das Überleben erschweren.

 

Beispiel für den Unterrichtsverlauf:

Der Leiter der Unterrichtseinheit macht auf die Besonderheiten dieses Gewässers aufmerksam. Die Funktionsweise des Schilfgürtels als "Kläranlage" wird erklärt. Außerdem wird auf Pflanzengemeinschaft hingewiesen und eine erste Bestimmungsrunde durchgeführt, an der sich die Schüler aktiv beteiligen.

Die Schüler bilden anschließend Dreiergruppen. Eine Hälfte der Klasse übernimmt die biologische Gewässergüteuntersuchung und wird dabei die selbst gesammelten Organismen anhand von Bestimmungstafeln eingruppieren. Die andere Hälfte wird in die Handhabung der Reagenziensätze eingeführt, die man für die chemische Untersuchung benötigt. Mit Hilfe einfacher Farbreaktionen können beispielsweise Wasserproben vor und hinter dem Schilfgürtel analysiert werden, um den Unterschied der Wasserqualität festzustellen. Einfache Versuche, wie die offensichtliche Trübung des Wassers (Sichttiefe) können ebenso in die Untersuchung mit einfließen.

 

 

UNTERRICHTSZIELE

Die Schüler sollen: - der Begriff "Gewässergüte" kennenlernen
- mit Hilfe biologischer und chemischer Indikatoren die Wasserqualität einstufen können
- den Zusammenhang zwischen Pflanzen und Wasserqualität kennen.

 

Kontakt:
Tel.: 02461/9795-0     Fax.: 02461/9795-22     E-Mail: brueckenkopf-park@t-online.de

Ansprechpartner für Grünes Klassenzimmer: Herr Müller Tel.: (02461) 9795-19


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(bm)