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Der Wasserschulgarten ist ein Teich, der über einen
permanenten Zulauf mit Wasser aus dem Brückenkopf-Weiher versorgt wird.
Am Zulauf wurde ein Schilfgürtel gepflanzt, um Schwebstoffe, Nitrat und
Phosphat zu reduzieren. Schilf belüftet zudem das Sediment und versorgt
so die im Abbau beteiligten Mikroorganismen mit Sauerstoff.
Die Güte eines Gewässers hängt ganz
entscheidend von
der Bepflanzung ab. Die Wasserqualität kann mittels verschiedener
Methoden bestimmt werden: anhand biologischer und ergänzend mit Hilfe
chemischer Parameter. Einige Tierarten haben unterschiedliche Ansprüche
an die Wasserqualität. Daher lassen sich von den Arten, die im Gewässer
vorkommen, Rückschlüsse auf die Wassergüte ziehen. Die Wasserqualität ist schlecht, wenn man massenhaft Wasserasseln, rote
Zuckmückenlarven oder den rotbraunen Schlammröhrenwurm (Tubifex) findet. Tubifex fühlt
sich sogar im Hamburger Hafen wohl. Dagegen sprechen einige Arten von Eintagsfliegen und
Flohkrebsen für eine gute Wasserqualität.
Wasserpflanzen können ebenfalls als "Zeigerorganismen"
dienen. Eine
geringfügige Erhöhung der Nährstoffkonzentration kann dazu führen, dass einige
Arten absterben und anderen Pflanzenarten Platz machen. Nährstoffarme Gewässer haben
eine typische Flora, die z.B. die Wasserlobelie und das Brachsenkraut
umfasst. Schon
bei einer geringen Erhöhung der im Wasser gelösten Nährstoffe werden diese Pflanzen
z.B. von Laichkräutern oder Wasserlinsen verdrängt. Steigt die Nährstoffbelastung
weiter an, so
verschwinden alle untergetauchten Wasserpflanzen. Bei einer Überbelastung kann
es zu den so genannten "Algenblüten" kommen, wobei die
beteiligten Blaualgen giftige Substanzen in das Wasser abgeben und damit
den Pflanzen und Tieren das Überleben erschweren.
Beispiel für den Unterrichtsverlauf:
Der Leiter der Unterrichtseinheit macht auf die Besonderheiten
dieses
Gewässers aufmerksam. Die Funktionsweise des
Schilfgürtels als "Kläranlage" wird erklärt. Außerdem wird auf Pflanzengemeinschaft hingewiesen und eine erste
Bestimmungsrunde durchgeführt, an der sich die Schüler aktiv beteiligen.
Die Schüler bilden anschließend Dreiergruppen. Eine Hälfte der Klasse
übernimmt die biologische Gewässergüteuntersuchung und wird dabei die
selbst gesammelten Organismen anhand von Bestimmungstafeln eingruppieren.
Die andere Hälfte wird in die Handhabung der Reagenziensätze eingeführt, die man für die chemische Untersuchung benötigt.
Mit Hilfe einfacher Farbreaktionen können beispielsweise Wasserproben vor
und hinter dem Schilfgürtel analysiert werden, um den Unterschied der
Wasserqualität festzustellen. Einfache Versuche, wie die offensichtliche Trübung
des Wassers (Sichttiefe) können ebenso in die Untersuchung mit einfließen.
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