Zoo-Tagebuch

26.02.2017

Guck mal, was da guckt!

Da war was im Busch! Diesen Eindruck hatte unser Zoo-Team schon bei der Ankunft der Bennett-Wallaby-Zwergkängurus im letzten Jahr. Das hat sich nun bestätigt: Eines der beiden weiblichen Tiere war trächtig!

Die Tragzeit der Beuteltiere beträgt etwa 35 Tage. Noch kein Gramm schwer, nackt, taub und blind krabbelt das Jungtier danach ohne Hilfe der Mutter von der Geburtsöffnung in den Beutel und findet dank seines Geruchs- und Tastsinnes schnell die Zitzen. Daran saugt es sich bis zu sechs Monate fest.

In den letzten Wochen konnte man immer wieder rege Bewegungen im Beutel des Muttertiers beobachten. Vor wenigen Tagen nun wagte der Wallaby-Nachwuchs erste Blicke aus dem schützenden Beutel und streckte seinen Kopf mit großen Kulleraugen und Ohren der Welt entgegen.

Das wird nun immer häufiger passieren, bis es den Beutel in sechs bis acht Wochen verlässt. „Von Beutel in die Welt“, meint unser Tierpfleger Jonathan Keck dazu schmunzelnd.


18.06.2016

Känguru-Gehege ist eröffnet

Von der Idee bis zur Einweihung hat es zwei Jahre gedauert, aber am vergangenen Sonntag konnte im Rahmen des Patentages des Brückenkopf-Vereins endlich die offizielle Eröffnung des Bennett-Wallaby-Känguru-Geheges gefeiert werden.
Mit viel Eigenleistung hat das Zoo-Team den Stall gebaut und das zum Tiergehege umgewidmete Waldstück zwischen Wolfsgehege und Weiher hergerichtet, den Bau des Zauns hat der Förderverein mit Hilfe großzügiger Sponsoren finanziert.
Alle drei Kängurus sind keine Wildfänge sondern in Deutschland geboren, das Männchen kommt aus einem norddeutschen Zoo und ist daher schon etwas besser an Besucher gewöhnt, die beiden Weibchen stammen von einem privaten Züchter und ziehen sich manchmal noch ins Unterholz zurück, wenn ihnen der Trubel zu groß wird.
Leider kann man den Tieren nicht so einfach in den Beutel gucken, sonst hätten die Tierpfleger bereits Gewissheit, ob die beiden Damen wirklich trächtig in Jülich angekommen sind—so muss man in den nächsten Monaten genau beobachten, ob die Beutel dicker werden und irgendwann ein kleiner Kängurukopf herausschaut.
Wir sagen jedenfalls: Willkommen im neuen Zuhause!


04.05.2016

Sie sind DA!

Aufmerksame Besucher haben schon festgestellt, dass neben dem Wolfsgehege ein neues Gehege entstanden ist - und ab sofort ist es auch bewohnt, denn in Jülich gibt es jetzt Kängurus!

Die ersten zwei dieser Beuteltiere erobern nun das großzügige, im Wald  gelegene Gehege. Die beiden jungen Damen gehören der Gattung „Bennett-Wallaby“ an, einer ursprünglich aus Tasmanien stammenden mittelgroßen Kängurugattung, die rund einen Meter hoch werden können. Trotzdem können ausgewachsene Bennetts bis zu 8m weit springen und so enorme Geschwindigkeiten erreichen.
Durch ihr dichtes, etwas längeres Fell sind sie bestens an unser Klima angepasst, das dem in ihrer Heimat ähnelt.

In wenigen Tagen gesellt sich noch ein Männchen dazu und komplettiert das Jülicher Känguru-Rudel

Sie wollen die neuen Stars im Zoo besuchen? Kein Problem - am Spielplatz im Zoo rechts abbiegen, an den Ziegen vorbei und noch ein paar Meter am Wasser entlang - schon sind Sie am neuen Kängurugehege!


22.03.2016
Nachwuchs!

Wer in diesen Tagen den Zoobereich im Brückenkopf-Park Jülich besucht, kann dort auf allerhand tierischen Nachwuchs treffen. Sie sind erst wenige Wochen alt, doch die Sonnenstrahlen locken die Zicklein bereits jetzt schon aus ihrem schützenden Stall. Zunächst noch auf wackligen Beinen wuseln die kleinen Ziegen nun putzmunter durch das neu gestaltete Ziegengehege. Insgesamt tummeln sich 18 Jungziegen bei ihren Müttern, spielen und springen herum.

Vier auf einen Streich gab es bei der Erdmännchenfamilie. Die Kleinen, etwa fünf Wochen alt, sind jetzt in ein Alter, in dem sie neugierig ihre Umwelt erforschen. Mama, Papa, Onkel oder Tanten - sie haben immer etwas zu tun, um den Nachwuchs zu hegen und zu pflegen. Bleibt das Wetter weiter so freundlich werden die Babies sicherlich auch bald außerhalb des Nachtstalls zu beobachten sein.

Natürlich hat die "Nachwuchswelle" auch den Kaninchenstall erreicht. Rechtzeitig zu Ostern werden die jungen Kaninchen durch ihren Stall hoppeln.

Da es auch bei den Wildschweinen jedes Jahr Nachwuchs gibt, sollten Besucher hier und da schon mal einen Blick in das Wildschweinareal werfen. Vielleicht kann man bereits den einen oder anderen Frischling erspähen. Im April wird bei den Mufflons noch Nachwuchs erwartet, im Mai beim Damwild. Auch das Storchenpaar im Zoobereich baut fleißig an seinem Nest, obschon mit einem Reiherpärchen lästige "Obermieter" im Baum zugegen sind.


18.07.2015
Ziegengehege - runderneuert

Etwas über einen Monat mussten unsere Zwergziegen Unterschlupf beim Damwild finden, jetzt war es soweit. Das komplett umgestaltete neue Ziegenparadies war bezugsfertig. Mit vereinten Kräften schaffte unser Zooteam die Ziegenherde zurück ins alte, neue Gehege.

Der neugestaltete und deutlich vergrößerte Kontaktbereich  bietet jetzt noch mehr Chancen zum direkten Kontakt mit den neugierigen Tieren. Eine dicke Kiesschicht im nicht zugänglichen Gehegeteil sorgt dafür, dass auch bei schlechtem Wetter keine nassen Hufe zu befürchten sind.

Gleichzeitig sind unsere Ziegen durch das umgestaltete Gelände jederzeit „Herr der Lage“, können sich zurückziehen und bleiben problemlos „über den Dingen“.

Kleiner Tipp: Am morgigen Sonntag den 19.07.2015 lädt der Park zu Märchenträumen und Zoofest—genau die richtige Gelegenheit, um auch das neue Ziegengehege zu erkunden—herzlich Willkommen!


04.07.2015

Junge Wölfe

Unser Wolfsrudel besteht schon seit Jahren aus zwei mittlerweile recht betagten Polarwölfen, die inzwischen das für Wölfe hohe Alter von 13 Jahren erreicht haben. Um so mehr freuen wir uns, nun zwei Neuzugänge im Zoo begrüßen zu dürfen—die beiden 11 Wochen alten Polarwolfmädchen „Citalie“ und „Tobi“. Die aus Niedersachsen stammenden Handzuchten werden derzeit intensiv betreut um sie—im Gegensatz zu den beiden Altwölfen—von klein auf an den Umgang mit Menschen zu gewöhnen.

Eine Zeit lang werden die beiden noch in einem abgetrennten Teil des Wolfgeheges leben, damit sich jung und alt aneinander gewöhnen können, bevor sie sich ein Gehege teilen.
Unterscheiden kann man die beiden derzeit noch an der Fellfarbe—Tobi ist etwas dunkler als Citalie. Schneeweiß wird das Fell erst im Laufe der Zeit werden.


16.12.2014

Pit besucht den Brückenkopf-Zoo

Wenn man als Wasservogel Jülich besucht - was sollte man dann gesehen haben? Zunächst natürlich den Zitadellengraben. Und vielleicht den Schwanenteich. In jedem Fall sollte aber auch der Brückenkopf-Weiher auf dem Ausflugsprogramm stehen. Und so machte sich der seit einigen Tagen in Jülich gastierende Pelikan "Pit" am Sonntag auf zu "ene Besuch em Zoo". Er landete nach kurzem Flug vom Schwanenteich kommend auf dem Brückenkopf-Weiher und paddelte gemütlich Richtung Zoo. Unterwegs machte er eine Pause am "Ort der Stille" um sein Gefieder fein zu machen. Schließlich ging es dann weiter zum Zoo, in dem bekanntlich viele weitere Wasservögel leben - da muss man ja einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Ob Pit öfter in den Park kommt, bleibt abzuwarten. Am Montag wurde er aber wieder mehrfach auf dem Weiher gesehen. Fische gibt es da jedenfalls noch reichlich...


17.11.2014

Innenausbau im Erdmännchen-Nachtstall

Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit hat der Erdmännchennachtstall (das Haus links vorne im Erdmännchengehege) einen Innenausbau bekommen. Die Kisten, Höhlen, Gänge und Treppen gefallen unseren Erdmännchen so gut, dass sie sofort "eingezogen" sind und die kalten Nächte nun lieber im kuscheligen Stall als in den feuchten, selbstgegrabenen Höhlen verbringen.


15.09.2014

Reptilienwagen in neuem Gewand

Ab sofort können unsere Besucher den Reptilienwagen schon von weitem als solchen erkennen.

Vor wenigen Tagen hat der bisher grüne Wagen ein ebenso wunderschönes wie eindrucksvolles neues Gewand bekommen, dass viele der im inneren lebenden Tiere in ihrer natürlichen Tropen- oder Wüstenumgebung zeigt.


19.09.2014

Die Erdmännchen-Babies sind los!

Es ist soweit - der jüngste Nachwuchs unserer Erdmännchentruppe erobert das Aussengehege!

Die drei drolligen, ca. drei Wochen alten Tierchen trauen sich jetzt in Begleitung der Großen langsam aus dem Bau heraus und sind dabei einfach allerliebst anzusehen.

Schon gewusst: die Tragezeit von Erdmännchen beträgt nur knapp 80 Tage und die Tierchen öffnen erst ca. zwei Wochen nach der Geburt die Augen und Ohren. In den ersten 8-10 Wochen nach der Geburt werden die Babies von der Mutter gesäugt.